Prozesstag 31 – 05. Oktober 2026
Vorbemerkungen
Verteidiger Andreas Ohm stellt einen Antrag, an einem der folgenden Prozesstage per Video zugeschaltet werden zu dürfen, da er sich zu diesem Termin im Urlaub befände. Das Gericht will später darüber entscheiden.
Abgehörtes Telefonat zwischen Gina H. und Olaf K.
Olaf K. empfiehlt Gina H, im Falle eines Haftbefehls in ein Land zu flüchten, das nicht dazu verpflichtet ist, Straftäter nach Deutschland auszuliefern.
Abgehörtes Telefonat zwischen Gina H. und Matthias R. vom 16.10.2025
Gina H. beteuert in dem Gespräch mehrfach, dass es sich bei all ihren Aufenthalten am und um den Leichenfundort um Zufälle gehandelt habe. Sie erklärt ihm, dass sie Fabian durch den Hund von Heike M. gefunden und ihn am Gesicht erkannt habe. Sie habe sehr darunter gelitten, den toten Jungen finden zu müssen. Matthias R. glaubt ihr, dass sie nichts mit der Tat zu tun hat. Über die Befragung durch die Polizei gibt Gina H. an, dass sie sich auf psychischer Ebene von den Beamten terrorisiert fühle.
Abgehörtes Telefonat zwischen Gina H. und Olaf K. vom 16.10.2025
Dieses Telefonat fand direkt im Anschluss des vorherigen Telefonats mit Matthias R. statt. In diesem gibt Gina H. gegenüber Olaf K. an, Matthias R. auf keinen Fall die Wahrheit über die Auffinde-Situation erzählen zu wollen.
Abgehörtes Telefonat zwischen Gina H. und Olaf K. vom 17.10.2025
Olaf K. hält Gina H. vor, dass sie stets verschiedene Versionen vom 13. und 14. Oktober erzähle und auch ihn darin falsch darstelle. Gina H. wirkt in ihrer Antwort so, dass sie sich selbst nicht mehr daran erinnert, wem sie was erzählt hat.
Noch am selben Tag telefonieren die beiden ein weiteres Mal. Dieses Mal beschwert sich Gina H. über die Aussagen, die über sie bei der Presse und in den sozialen Medien getätigt werden sowie über das Verhalten der Polizei. Bereits jetzt würde man sie als Täterin abstempeln. Zudem thematisiert sie in diesem Gespräch, dass die Polizei noch immer ihr Auto untersuchen würde, sie gibt an, Angst davor zu haben, dass darin etwas gefunden werden können.
Abgehörtes Telefonat zwischen Gina H. und einem Bekannten vom 20.10.2025
Gina H. erzählt abermals davon, dass sie sehr unter den Mutmaßungen auf Social Media sowie den Presseberichten und dem Verhalten der Polizei leide. Sie beschwert sich darüber, dass die Polizei sogar den Misthaufen bei ihr am Hof durchsucht habe. Sie wisse nicht, wer Fabian umgebracht habe und berichtet davon, dass dies wohl mit 7 oder 8 Messerstichen geschehen sein soll. (Hinweis: Über die genauen Todesumstände sowie die Anzahl der Messerstiche gab es zu diesem Zeitpunkt noch keine offiziellen Aussagen, es ist jedoch anzunehmen, dass bereits Gerüchte diesbezüglich im Umlauf waren). In diesem Telefonat gibt sie an, dass sie Fabians Mutter Dorina für verdächtig halte. Sie bittet ihren Gesprächspartner, keine schriftlichen Nachrichten mehr zu senden, da die Polizei diese später auswerten könne. (Hinweis: Gina H. weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ihre Telefonate abgehört werden). Zudem beschwert sie sich darüber, dass ihr Wohnort Reimershagen in den Medien benannt wurde.
WhatsApp Sprachnachricht von Gina H. an einen Bekannten
Gina H. gibt auf die Frage durch einen Bekannten, ob sie Fabian umgebracht habe, an, nicht einmal ein Huhn schlachten zu können, sie wäre also gar nicht dazu in der Lage, ein Kind zu töten. Sie habe Fabian geliebt wie ihren eigenen Sohn.
Diverse WhatsApp Sprachnachrichten an verschiedene Bekannte
Gina H. spricht in den Nachrichten hauptsächlich über ihre persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen mit der Berichterstattung über sie auf den Sozialen Medien sowie in der Presse. Sie ist mit ihrer Darstellung dort nicht einverstanden. Der Fokus liegt auf ihrem persönlichen Leid, über Fabians Martyrium spricht sie nicht. Zudem erzählt sie immer wieder verschiedene Versionen über die Auffinde-Situation der Leiche.
Ende des 31. Prozesstages


1 comment
Ich glaube dieser Frau kein Wort.
Aber das ist nur meine Meinung.
Ihre Aussagen kommen mir sehr „zusammen gebastelt“ vor